24.03.2017

Sanierung und Beleuchtung am Völkerschlachtdenkmal

Im Mittelpunkt des traditionellen Fachkolloquiums des Förderverein Völkerschlachtdenkmal e. V. zur Messe [denkmal 2014] stand ein Resümee zur Sanierung des Denkmalkörpers und ein Ausblick auf die weiteren Sanierungsaufgaben. Experten berichteten über den aktuellen Stand der Arbeiten am Völkerschlachtdenkmal, ebenso über erforderliche Inspektionen und die künftige Wartung des Monuments. Es wurde ein Überblick über die Konservierungs- und Baumaßnahmen gegeben, die bis zum Abschluss der Sanierung im Jahr 2018 anstehen.
Spezialthema des Kolloquiums war das neue Beleuchtungskonzept am Denkmal. Es wurde über grundlegende Kriterien bei der Neuausrichtung der Beleuchtung und die Entwicklung des Beleuchtungskonzepts informiert. Darüber hinaus wurden Aspekte der Realisierung der Außenbeleuchtung und unkonventionelle Lösungen für die Innenbeleuchtung dargestellt.

Das Forum sprach alle Besucher der Messe [denkmal 2014] an, in erster Linie natürlich Bau- und Beleuchtungsfachleute sowie weitere Interessenten, Partner und Freunde des Völkerschlachtdenkmals.

Fotos: Förderverein Völkerschlachtdenkmal e.V.




Selbstverständlich wieder gemeinsam mit OBM Jung übergaben wir am 1. August zum 16. Mal unsere Stifterbriefe. Eingeladen waren 26 Personen, Stifterbriefe im Gesamtwert von 38.230 Euro entgegenzunehmen.
Dieser 1. August hatte noch einen zweiten Höhepunkt: die Enthüllung der ersten drei Bronzeplatten mit den Namen der ersten Spender für das Wasserbecken. Anfangs wurden die Stifterbriefe für die Instandsetzung der Haupttreppe vergeben. Sie ist erneuert. Dafür vergaben wir den Stifterbrief von 2009 bis August 2012. Alle Stifterbrief-Erwerber für die Haupttreppe sind auf sechs Bronzeplatten graviert, die auf dem rechten Postament der Haupttreppe eingelassen sind.
Seit August 2012 unterstützen die Erwerber eines Stifterbriefes unser neues Projekt – die Sanierung des Wasserbeckens. Wollten wir mit diesen Bronzeplatten bis zur Durchfinanzierung des Beckens warten, müssten die Spender sehr lange warten, ihre Namen zu sehen. Der Vorstand hatte deshalb beschlossen, schon jetzt die ersten drei Platten zu fertigen und auf dem linken Postament anzubringen. So wurden also drei Bronzetafeln mit den Namen derer, die bis Ende des Jubiläumsjahres 2013 für das Wasserbecken einen Stifterbrief erworben haben, im Anschluss an die Übergabe der Stifterbriefe feierlich enthüllt.

Fotos: Mahmoud Dabdoub / Förderverein Völkerschlachtdenkmal e.V.




Am 2. Juni erfolgte die feierliche Übergabe des komplett restaurierten Stifterzimmers.
Saniert wurde es schon 2004, finanziert aus Spendenmitteln unseres Fördervereins. Nicht installiert wurden damals fehlende Tafeln. Nach 1945 sind sieben Tafeln abhanden gekommen, die die Namen der Spender trugen, die den Bau des Denkmals ermöglichten. In aufwendigen Recherchen haben wir die Namen der fehlenden Tafeln zusammengestellt und die Messingtafeln neu anfertigen lassen. Zusätzlich ließen wir drei neue Tafeln fertigen, analog denen, die der Patriotenbund zur Einweihung hat anbringen lassen. 1913 wurden eine Tafel zum Patriotenbund, eine Tafel mit den Ausführenden am Denkmalsbau und die Tafeln mit den Namen der Spender im Stifterzimmer angebracht. Analog zu diesen Tafeln haben wir eine Tafel zum Förderverein, eine Tafel zu den Ausführenden der Denkmalsanierung und eine Tafel „Unsere Großspender ab 1998“ anbringen lassen. Auf der Tafel der Großspender werden alle Spender benannt, die in den Jahren seit unserer Gründung mehr als 6.000 Euro gestiftet haben.
Symbolisch übergaben wir - wie 1913 zur Einweihung des Denkmals - das fertige Stifterzimmer der Öffentlichkeit.
Die feierliche Übergabe war ehrenvolle Würdigung und Dank an die heutigen Stifter, Bauleute und unsere Mitglieder.

Fotos: Armin H. Kühne / Förderverein Völkerschlachtdenkmal e.V.




Der Förderverein präsentierte sich wieder mit einem 72 m2-Stand. Erneut unterstützten uns die Leipziger Messe, die FAIRNET GmbH, die BSB Bau- u. Spezialgerüstbau Franke & Wagner GmbH und die TVC GmbH. Beucha – das Dorf der Steine stellte sich mit großen Schautafeln zur Herstellung der Bausteine des Völkerschlachtdenkmals auf unserem Messestand vor.

Fünf Lesungen fanden statt:
Die Bestsellerautorin von „1813 – Kriegsfeuer“, Sabine Ebert, gab einen Ausblick auf ihren nächsten Roman „1815 – Blutfrieden“ und erfüllte Autogrammwünsche. Gemeinsam mit dem Verlag Droemer Knaur München.

Die Herausgeber Dr. Michael Jaenisch und Rüdiger Burkhardt stellten gemeinsam mit den Mitautoren Ronald Börner und Dr. Jürgen Fechner „Eine monumentale Aufgabe - die Sanierung des Völkerschlachtdenkmals Leipzig“ vor. Gemeinsam mit dem Tauchaer Verlag.

Helmut Richter - Autor des Textes „Über sieben Brücken mußt Du gehn“ - las aus „...wer die Fuge liebt, der beweibt sich. 100 Limericks mit 100 Illustrationen“. Gemeinsam mit dem Verlag Faber und Faber Leipzig.

Unter dem Motto „Wahre Helden schreiben preisgekrönte Geschichten“ stellen sich erstmalig auf der Buchmesse Preisträger des jährlich von der Krostitzer Brauerei vergebenen Mitteldeutschen Historikerpreises „Ur-Krostitzer Jahresring“ vor. Gemeinsam mit der Krostitzer Brauerei – Radeberger Gruppe AG.

Dr. Reinhard Münch offerierte „Napoleons Soldaten aus Mitteldeutschland – Deutsche unter Napoleons Fahnen“. Gemeinsam mit dem Tauchaer Verlag.


Fotos: Förderverein Völkerschlachtdenkmal e.V.