15.09.2019

Im Oktober 1898 war der erste Spatenstich zum Bau des Völkerschlachtdenkmals. Im Oktober 1998 - genau 100 Jahre später - gründeten 29 Leipziger und Leipzigerinnen den Förderverein Völkerschlachtdenkmal.

Zur Jubiläumsfeier am 26.10.2018 kamen über 200 Mitglieder, Stifter und Partner zum Völkerschlachtdenkmal. Oberbürgermeister Burkhard Jung und Kuratoriumsvorsitzender Walter Christian Steinbach begrüßten die Gäste.

Feierlich enthüllten danach Sebastian Gemkow, Sächsischer Staatsminister der Justiz, Burkhard Jung, Oberbürgermeister von Leipzig, und Klaus-Michael Rohrwacher, Erster Vorsitzender des Fördervereins, drei neue Bronzeplatten auf einem Postament der Haupttreppe. Sie tragen die Namen der Stifter von April 2016 bis Juni 2018. Der Name eines jeden Stifterbrief-Erwerbers steht auf den Bronzeplatten, die auf den Postamenten der Haupttreppe fest verankert sind – für immer und für jeden zu sehen.

Justizminister Sebastian Gemkow hielt die Festrede. Er umriss die Genese, den Verlauf der Schlacht und die Situation danach, ging ein auf die wirtschaftliche und politische Entwicklung nach der Völkerschlacht und beschrieb, warum es bis zum Bau des Denkmals so lange dauerte. Er sprach zum Deutschen Patriotenbund, zum Bauprozeß und zur Einweihung des Denkmals. Er vergegenwärtigte die Nutzung des Denkmals vor der Wiedervereinigung und charakterisierte seinen Zustand in den Nachwendejahren.
Minister Gemkow würdigte die Gründung des Fördervereins, sein beharrliches Agieren für die Finanzierung der Sanierung und die Begeisterung der Bevölkerung für das Denkmal. Er lobte das bürgerschaftliche Engagement, das der Förderverein durch sein Wirken entfachte und betonte, dass bei einem Monument solchen Ausmaßes die Sanierung und Erneuerung praktisch nie abgeschlossen sei. Er dankte, dass der Förderverein das Völkerschlachtdenkmal als Friedenssymbol erhalten und für künftige Generationen erfahrbar gemacht habe.

Ein Blechbläserquartett der Musikschule Leipzig „Johann Sebastian Bach“ hatte die musikalische Umrahmung der Feier inne. Jubiläumsszenen zum Motto „Die ham´s verstanden!“ wurden durch Frau Maja Chrenko und Herr Albrecht Wagner zur Aufführung gebracht. Im Rahmen der Veranstaltung überreichte Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung die Goldene Ehrennadel der Stadt Leipzig an den Vorstandsvorsitzenden Klaus-Michael Rohrwacher.

Zur Jubiläumsfeier wurde eine Jubiläumsschrift ediert. Sie wurde allen Gästen zum Abschied übergeben. Die Schrift enthält ein Grußwort des Ehrenvorsitzenden des Kuratoriums, Prof. Dr. Dr. Biedenkopf, (erstmals) eine Chronik des Fördervereins, Geschichten seines Werdegangs, Interviews mit Menschen, die seine Entwicklung prägten und gestalten sowie sehr persönliche Statements von über 30 Mitgliedern und Stiftern. 2.167 Bürger und Unternehmen aus unserer Stadt und deutschlandweit haben für die Sanierung gespendet. Ihre Namen sind alle in der Jubiläumsschrift abgedruckt. Weil viele von ihnen mehrmals spendeten, liegt die Gesamtzahl der Spenden bei weit über 5.000.

Fotos: Armin H. Kühne 

Zum zwölften Mal nahm der Förderverein Völkerschlachtdenkmal e.V. mit Völkerbrot und Spendenbox am Neujahrsempfang teil. 3.000 Euro wurden für die Völkerbrote in der Spendenbox gesammelt. Insgesamt sind so für die Sanierung des Völkerschlachtdenkmals fast 40.000 Euro gespendet worden.

Der Förderverein bedankt sich bei den Veranstaltern, Industrie- und Handelskammer zu Leipzig, Handwerkskammer zu Leipzig, Unternehmerverband Sachsen e. V. und Marketing Club Leipzig e. V., die es uns seit so vielen Jahren nun schon gestatten, zu diesem bedeutsamen Ereignis für die Sanierung des Völkerschlachtdenkmals zu werben. Vorstand und Mitglieder des Fördervereins freuen sich auf die Fortsetzung dieser guten Tradition.

Der Neujahrsempfang „Gemeinsam für die Region“ fand am 24.Januar wieder in der Glashalle der Leipziger Messe statt. 1.300 Gäste waren gekommen. Festredner war Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer. Nach dem offiziellen Teil besuchte der Ministerpräsident auch die Vertreter des Fördervereins am großen Stand mit den Völkerbroten. Er lobte das Engagement des Vereins und zeigte sich beeindruckt von den Erfolgen bei der Instandsetzung des Denkmals. Für den Fortgang der Arbeiten und die nach der kompletten Sanierung erforderlichen Erhaltungsmaßnahmen wünschte er gute Erfolge. Er unterstütze diese Entwicklung und versprach dem Förderverein Hilfe bei seinen künftigen Aufgaben.

Fotos: Anja Jungnickel

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