24.03.2017

Das Bundesverdienstkreuz am Bande wurde am 4. Dezember 2015 von Bundespräsident Joachim Gauck an Herrn Klaus-Michael Rohrwacher, Erster Vorsitzender des Förderverein Völkerschlachtdenkmal e.V. verliehen. Er erhielt es im Rahmen einer Festveranstaltung im Berliner Schloss Bellevue für außerordentliche Leistungen im Ehrenamt.

Hinter der umfassenden Sanierung des Völkerschlachtdenkmals steht ein großes Engagement des Förderverein Völkerschlachtdenkmal und vieler Bürger. Seit Jahren verzeichnet der Förderverein unglaubliche Spendensummen. Die Wurzeln dieser Erfolge sind vielfältig: die Unterstützung der Vereinsmitglieder, der Stifterbrief-Erwerber, der Leipziger Bevölkerung und ihrer Gäste, Stadt Leipzig, Stiftung und Stadtgeschichtliches Museum, Mitarbeiter des Denkmals, Partnervereine, Kuratorium und Vorstand – dafür gab es diese Auszeichnung. Stellvertretend für all diese Aktivitäten wurde dem Vereinsvorsitzenden das Bundesverdienstkreuz verliehen.

Aus der Begründung der Ordenskanzlei des Bundespräsidialamtes:
Der Steinmetzmeister hat sich in herausragender Weise ehrenamtlich für die Sanierung des Völkerschlachtdenkmals in Leipzig eingesetzt.
Klaus-Michael Rohrwacher engagiert sich als 1. Vorsitzender des Fördervereins Völkerschlachtdenkmal, der 1998 mit dem Ziel gegründet wurde, den fortschreitenden Verfall des Denkmals aufzuhalten und es ebenso wie die Außenanlagen instand zu setzen. Mit Tatkraft, Ideenreichtum und der Fähigkeit zu begeistern ist es ihm gelungen, viele Unterstützer hierfür zu gewinnen. Neben seinem Einsatz für die bauliche Seite warb Klaus-Michael Rohrwacher mit seinem Verein Spenden in beachtlicher Höhe ein. Mit seinem unermüdlichen Engagement hat er einen bedeutenden Beitrag dazu geleistet, das große europäische Denkmal zur Erinnerung an die Völkerschlacht im Oktober 1813 als Mahnmal für Frieden, Freiheit und Völkerverständigung zu erhalten.

 

 

Einmal im Jahr sagen wir Dank an unsere Mitglieder, Stifter und Partner – mit einer festlichen Veranstaltung im Völkerschlachtdenkmal. Sie fand am 26. September 2015 nachmittags im blauen Bereich der Unteren Erschließung statt. Der Zuspruch war überwältigend.

Im sonst für die Öffentlichkeit nicht zugänglichen Bereich des Denkmals musizierte beeindruckend und lebhaft das Akkordeonorchester der Musikschule Fröhlich mit 45 Schülern. Gästeführerin „die Mehlmusen“ gab amüsanten und herzhaften Unterricht in sächsischer Sprache. Herr Poser, Leiter und Kurator des Denkmals, begrüßte als Hausherr, Kulturbürgermeister Herr Faber als Vertreter der Stadt. Beide dankten den Anwesenden für ihre großartige Unterstützung bei der Sanierung des Denkmals.
Fördervereinschef Rohrwacher gab bekannt, dass der Verein schon über eineinhalb Millionen Euro für die Sanierung gesammelt habe. Zu Beginn der Generalsanierung 2002 habe man gewusst, dass sich die Kosten auf etwa 30 Millionen Euro belaufen würden. Davon fehlten aktuell nur noch 4,8 Millionen für die Außenanlagen, inklusive 1,85 Millionen für das Wasserbecken.

Vor dem abschließenden Imbiss wurden drei kompetente Führungen außergewöhnlich gut besucht: Herr Poser führte durch die Untere Erschließung, Herr Rohrwacher durch das Stifterzimmer und Herr Burkhardt, Ingenieurbüro für Bauwerkserhaltung Weimar, durch die Sängergalerie.

 Fotos: Anja Fahrig

 

Am 10. Juli 2015 übergab die Sächsische Steinmetzinnung am Völkerschlachtdenkmal eine Natursteinsäule an unseren Förderverein. Sie symbolisiert die beeindruckenden Steinmetzarbeiten am Denkmal und wurde im Beisein von Oberbürgermeister Burkhard Jung und Handwerkskammerpräsident Claus Gröhn feierlich eingeweiht.

Die Natursteinsäule wurde anlässlich des 550. Jubiläums der „Übergabe des kurfürstlichen Schutzbriefes an das Steinmetzhandwerk“ im Jahr 2014 geschaffen. Sie erinnert daran, dass der sächsische Kurfürst Friedrich der II., genannt der Sanftmütige, an die Innung der sächsischen Steinmetze im Jahr 1464 seinen Schutzbrief ausgereicht hat.
Die etwa 2 Meter hohe Säule besteht aus fünf Segmenten, von denen je eins von den Steinmetzlandesverbänden Bayern, Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen beigesteuert wurde, denn der Herrschaftsbereich des sächsischen Kurfürsten Friedrich II. umfasste damals auch Teile dieser Länder.

 

Fotos: Rolf Scherbaum

 

Am 21. Januar 2015 fand der Neujahrsempfang von Industrie- und Handelskammer zu Leipzig, Handwerkskammer zu Leipzig, Unternehmerverband Sachsen e.V. und Marketing Club Leipzig e.V. auf der Neuen Messe statt. Der Förderverein war auch in diesem Jahr wieder mit Völkerbrot und Spendenbox dabei. Die Gäste des Neujahrsempfangs spendeten an diesem Abend 3.604,50 Euro für die Sanierung des Wasserbeckens.

Herzlichen Dank an alle Spender!

Zum nunmehr achten Mal warb damit unser Förderverein auf dem Neujahrsempfang der Leipziger Wirtschaft unter dem Motto „Ein Völkerbrot für die Sanierung des Leipziger Wahrzeichen“. Seit 2008 kamen dabei insgesamt 29.536 Euro zusammen.

Fotos: IHK Leipzig / Wolfgang Zeyen